Heilpraktikerin Neufahrn Freising Anke Neumann Ross
  • Heilpraktikerin Anke Neumann-Roß Neufahrn

Antibiotika, Magensäureblocker, Schmerzmittel oder Cholesterin- und Blutdrucksenker sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie helfen vielen Menschen mit entsprechenden Symptomen, diese im Alltag in den Griff zu bekommen. Geschieht dies notfallmäßig oder vorübergehend, ist das in der Regel kein Problem. Doch werden solche Medikamente im  Dauergebrauch eingesetzt – oft mehrere gleichzeitig – sieht es schon ganz anders aus.

 

Arzneimittel – Gesundheit mit Nebenwirkungen?

Sie sind praktisch. Sie sind unkompliziert. Sie bedürfen keiner weiteren Maßnahmen. Arzneimittel, zumeist verschreibungspflichtig, sind so konzipiert, dass sie oft nur ein oder zwei Mal am Tag eingenommen werden müssen, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Das gibt Betroffenen das Gefühl, gut versorgt zu sein, ohne im Alltag etwas ändern zu müssen. Dieses Gefühl weicht jedoch oft mit der Zeit einer gewissen Ernüchterung. Man fühlt sich nicht unbedingt wohl oder gar geheilt, man merkt, dass trotz Medikament „etwas nicht stimmt“. Nicht selten gesellen sich zur erwünschten Wirkung noch unerwünschte hinzu. Hautausschläge, Juckreiz, Durchfall, Schwindel, Blutungen und weitere. Allen bekannt als Nebenwirkungen.

Schulmedizinische Medikamente verfolgen als Prinzip, unerwünschte Symptome in ihrer Funktionsweise und Entstehung zu blockieren. So hemmen Schmerztabletten die Wahrnehmung desselben, Blutdrucksenker senken den Blutdruck, obwohl dieser oft bei Stoffwechselüberlastung aufgrund mangelhafter Versorgung der Zellen mit Nahrung und Sauerstoff entstehen kann. Antibiotika eliminieren bakterielle Krankheitserreger, greifen aber auch die physiologische Bakterienflora stark an,  Gerinnungshemmer und Blutverdünner halten das Blut dünnflüssig, was im Falle von Verletzungen aber lebensgefährlich sein kann. Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen.

Was hier völlig unbeachtet bleibt: Der Körper hat immer einen Grund, warum er Symptome produziert. Wird dieser Grund dauerhaft ignoriert, während die Symptome medikamentös ausgeschaltet werden, entstehen über kurz oder lang neue Probleme, da sich der Körper nun ein neues „Ventil“ zur Kompensation der Ursache suchen muss. Dies erzeugt weitere Symptome, zusätzlich zu eventuellen Nebenwirkungen der bestehenden Medikation. Und schon bald kommt das zweite Medikament hinzu – gegen die Nebenwirkungen des ersten und die neuen Symptome. Ein Teufelskreis entsteht.

Nicht selten erleben wir genau dies in der Praxis. Gerade bei älteren Patienten sind 5-8 verschiedene Wirkstoffe, die parallel eingenommen werden, keine Seltenheit. Hinzu kommen dann meist noch Präparate, die nicht verschreibungspflichtig sind und die der Patient sich selbst verordnet und dem Therapeuten ggf. gar nicht mitteilt, weil er sie für harmlos hält.

Um eines ganz klar zu stellen: Im Notfall und vorübergehend richtig eingesetzt, retten Antibiotika, Blutdrucksenker, Cortison & Co. Leben oder erleichtern, im Falle von Schmerzmitteln, die Lebensqualität entscheidend. Daher sind sie natürlich für die heutige Medizin ein Segen und nicht mehr wegzudenken. Ein flächendeckender und unbedachter Einsatz als Dauermedikation ist jedoch bedenklich.

So gibt es mittlerweile Schätzungen, nach denen bis zu 60.000 jährliche Todesfälle in Deutschland auf die Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen sind. So bringen, in Abhängigkeit des Alters Betroffener, vor allem Herz-Kreislauf-Medikamente, Gerinnungshemmer, Antibiotika, Antidiabetika oder Schmerzmittel viele in die Notaufnahme.

Bei älteren Patienten ist es oft die Mehrfachmedikation sowie die seit langem nicht mehr angepasste Arzneidosis, die von keinem Arzt auf Wechselwirkungen oder Verträglichkeit untersucht wird. Mit zunehmendem Alter lassen Organfunktionen nach, was eine geänderte Umverteilung oder einen geringeren Bedarf der Wirkstoffe nach sich zieht und zu einer Anpassung der Medikation führen sollte. Auch das Geschlecht spielt eine nicht unbedeutende Rolle. So haben Frauen durch Einwirkung von Sexualhormonen, anderem Verteilungsvolumen und niedrigerer Filtrationsrate der Nieren oft einen anderen Bedarf und reagieren schneller mit Nebenwirkungen.

Als Anliegen in der Naturheilkunde sehen wir daher immer, die Ursache von Beschwerden in den Blickpunkt zu setzen und zu behandeln. Eine rechtzeitige und regelmäßige Entlastung des Körpers und eine gesunde Stoffwechsellage können langfristig auch Medikamente vermeidbar machen. Ein gut eingestellter Säure-Basen-Haushalt, ein stabiles Immunsystem, eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, individuell angepasste Bewegung und Ernährung sind Maßnahmen mit positivem Effekt, die Sie daheim im Alltag ohne großen Aufwand integrieren können.

Kommt es zu akuten Erkrankungen ist es auch hier ratsam, zunächst die körpereigenen Fähigkeiten zu unterstützen und die eigenen Selbstheilungskräfte zu nutzen, bevor man auf Medikamente zurückzugreift. Der Abbau von Entzündungen und Übersäuerung, die Förderung der Durchblutung, die Immunmodulation oder Schmerzbehandlung sind Bereiche, in denen die Naturheilkunde viel zu bieten hat. Ein Medikament sollte möglichst als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden.

Auch bei Mehrfachmedikation macht es immer Sinn, diese regelmäßig genauer anzuschauen und die eigentlichen Beschwerden auf natürlichem Wege zu beeinflussen. Manchmal kann so ein Medikament eingespart oder angepasst werden und belastet den Körper weniger. Eine gute Kommunikation zwischen Heilpraktiker, Arzt und Patient ist hier sehr von Vorteil. Ihr Wohlbefinden wird es Ihnen danken.

Haben Sie Fragen rund um dieses Thema oder andere gesundheitliche Anliegen? Dann kontaktieren Sie mich gerne hier.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Anke Neumann-Roß